FFH-Gebiet
Dass ich bei meinem Weg zur Grotte nicht nur auf den Spuren von San Pier Damiani ging, sondern auch durch ein FFH-Gebiet, stellte ich erst bei den Recherchen für diesen Artikel fest. Auf den Informationsschildern am Parkplatz war zwar viel von Köhler- und Hirtenpfaden1Sentiero dei Carbonai und Via dei Pastori und einem Geopark2Geoparco delle Alte Marche die Rede, nicht aber von einem Naturschutzgebiet. Hilfreich bei meinen Recherchen war die Webseite parks.it. Dort fand ich eine Karte der Parks, Reservate und anderen Naturschutzgebiete in Italien. Außerdem gibt es für die einzelnen Regionen Italiens jeweils Listen der Schutzgebiete; hier die Liste für die Marken (ital. Marche) – der Region, an dessen südwestlichem Zipfel das Kloster liegt.
Und so fand ich heraus, dass ich tatsächlich durch ein europäisches Naturschutzgebiet gewandert war – und zwar durch das FFH-Gebiet rund um den Monte Catria und Monte Acuto (IT5310019). Nicht weniger als 16 Lebensraumtypen kommen in dem riesigen, 87 km2 großen Schutzgebiet vor. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auf Weg zur Grotte durch zwei Typen gewandert bin:
- Zum einen kam ich an vielen Steineichen vorbei. Sie bilden den Lebensraumtyp der „Wälder mit Quercus ilex und Quercus rotundifolia“ (EU-Code 9340).
- Zum anderen wachsen dort viele Buchen, die im Apennin den Lebensraumtyp „Buchenwald der Apenninen mit Taxus und Ilex“ (EU-Code 9210) ausmachen.
An der breiten Straße in der oberen Hälfte des Wegs stehen vereinzelt Buchen, die offensichtlich älter sind. Einige wirken ziemlich zerzaust – ein Hinweis darauf, dass das Wetter hier durchaus auch rauer und ungemütlicher sein kann.
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